PROBEKAPITEL aus "Natascha", erschienen unter dem Titel "Mir ist so heiss, Herr Doktor" bei dem Berliner Verlag Rot und Licht.

Stille herrschte im OP. Dämmrig schummerte das Kunstlicht. Leicht piepsend hüpfte das grüne Bällchen des EKG über den dunklen Hintergrund und zog einen Kometenschweif hinter sich her. Ein Blick aus den Augenwinkeln auf das Gerät genügte. Gut, die Werte sind in Ordnung, dachte Dr. Weichsel. Die stahlblauen Augen des jungen Arztes wanderten zum Beatmungsgerät. Fest pumpte die Maschine, und ihrem Rhythmus gleich senkten sich die Rippen der Patientin unter dem grünen Tuch auf und ab. Auch hier, alles im grünen Bereich. Die OP verlief wie geplant. Keine Komplikationen, gut. Leicht gluckerte die Infusion. Die blauen Augen Dr. Weichsels leuchteten strahlend und schön über dem Grün der Mundbinde, die seine sinnlichen Lippen kaum verbergen konnten. Er wandte sich mit einer leichten Drehung seines durchtrainierten Körpers zu der neuen, blutjungen OP Schwester. „Schwester Natascha, die Schere bitte!“ sagte er mit sicherer, dunkler Stimme. Der jungen Russin wurde schwach unter dem engen Kittel, ihre Beine zitterten und unter dem Gummihandschuh sammelte sich Schweiß. Sie reichte Dr. Weichsel die Schere. Dabei traf der sehnende Blick ihrer grasgrünen Tartarenaugen einen kurzen, aber zu langen Moment in die blondbewimperten Augen des Arztes. Einen Augenblick hielt seine Hand inne, als er sich von Natascha die Schere geben lies. Latex rieb dabei auf Latex. Ja, einen kurzen Moment sah es so aus, als würde dieser Moment zur Ewigkeit. Ihre östlichen Augen raubten Dr Weichsel die Besinnung. Der verträumte Blick der Tundra, der nach wilder Freiheit und trunkenen Pferden roch, lies sein Herz schneller schlagen, und hätte er am EKG gehängt, es hätte einen langen verräterischen Hops getan. Mit Gewalt riss er seinen Blick von den Augen der Tartarin los und richtete ihn wieder auf das rohe Fleisch des offenen Thorax.

Nachdem der Thorax wieder geschlossen und der OP geputzt war, das Beatmungsgerät bereits den nächsten Patienten versorgte, das EKG weitere Bahnen zog und eine neue Infusion in den Mann mit der Herz-Nieren Transplantation lief, verlies Dr. Weichsel nach einem langen Tag (er hatte 12 OPs hinter sich gebracht) den Raum. Er streifte sich die Latexhandschuhe ab, an denen noch der Duft Nataschas hing und wusch sich die rauen Hände.

Er betrachtete sich wohlwollend im Spiegel, denn das, was er sah, gefiel ihm sehr. Auf einmal sah er Natascha hinter sich treten. Im Spiegel schaute er in die grünen Augen der schönen Russin. Ihre Haut war mokkabraun, ihre Lippen groß und feucht. Mit einem kurzen Ruck riss sie sich die OP Haube vom Kopf und schüttelte wild und sinnlich ihr langes, schwarzes Haar. Dr. Weichsel schwindelte. „Oh, Natascha, Du bist wunderschön“, raunte er. Sie öffnete langsam Knopf für Knopf ihres engen Kittels. „Oh, mein schöner, wunderschöner Herr Doktorrr“ kam es über ihre Lippen, „mirr ist so heiss. Ich bin die kalte Luft der Tundrra gewöhnt, hier aber, läuft mir immer der Schweiß über meine Haut, Herr Doktorrr. Bitte, bitte helfen Sie mirrr.“

„Aber gerne“ kam es vom Spiegel. Dr. Weichsel warf vorsichtig einen kurzen Blick auf die Uhr. Gut, die Lieben daheim warteten noch nicht auf seine Ankunft. Außerdem waren die Rotzgören eh krank und das nervte ihn, wenn sie ihn mit ihrem ständigen Geplärre empfingen, und die Frau wollte auch nichts als Sex von ihm, und darauf hatte er einfach keine Lust, mit ihr. So konnte er spät nach Hause kommen, befriedigt, und Müdigkeit vortäuschen, die dann eine Echte war. So hielt er es seit 2 Jahren. Er wusste, dass seine Frau ihm heimlich Potenzmittel aus Südnamibia ins Essen mischte. Die Potenz lies er dann im Krankenhaus ab, und seine Frau klagte vor ihrer besten Freundin, dass einfach kein Mittel helfe bei der Unlust ihres beruflich so belasteten Mannes. Er kehrte von diesen unschönen Gedanken ab und widmete sich den Knöpfen von Nataschas Kittel. Endlich war Natascha vollkommen nackt. Ihre Brüste waren wie zwei pralle Bäckchen einer tartarischen Stute. Ihre Scham war flauschig wie das Fell einen jungen Fohlens. „Oh Natascha, Du Wunderschöne, beim ersten Blick in Deine Augen war es um mich geschehen. Bitte lass mich Dich bumsen, hier, direkt an diesem Waschbecken. Bitte dreh Dich um, damit ich Deinen geilen Stutenarsch von hinten nehmen kann.“

„Ja, ja, bitte, nimm mich nach Art der Pferde“ raunte Natascha „Herr Doktorr, ach Herr Doktorr, ich liebe Sie!“ Dr Weichsel wusste nicht, dass an diesem Tag schon mehrere Hengste ihren Spaß mit der wilden Stute gehabt hatten. Stolz dachte er beim Stossen, dass sie ihm, nur ihm gehöre, dass auch sie Opfer seiner stahlblauen Augen und seines männlichen Charmes geworden war. „Mein Gott, ist das öd“ dachte Natascha, als sie die schnellen Stöße des Arztes empfing. Das Waschbecken knarrte unter ihren Armen. Im Spiegel sah sie die geschlossenen Augen Dr. Weichsels, aus seinen geöffneten Mund kam es „ja ja ja, Du geiles Luder Du, Du geile Stute, ach ja, ist das geil“. „Hoffentlich kommt er bald“ dachte Natascha „ich spür nix“. „Oh, Liebster, Du bist so gut, soooo gut“ stöhnte sie „komm...komm“ „Ich komme jetzt mein wildes Zuckerpferdchen“ hauchte der Doktor, bevor es ihm in Natascha kam. „Ja ja ja, ich komme auch“ log Natascha, „ja, ach ja!“ Das Waschbecken stürzte auf den Boden. Nach dem Erguss des Arztes ergoss sich das kalte Wasser des Berliner Grundwassers auf den Boden und putzte die Sünde fort.

„Shit“ sagte Dr Weichsel, als er den Reißverschluss der Hose schloss. „Jetzt aber schnell fort hier, bevor´s jemand merkt“. Das Wasser schmiss den Mülleimer mit den OP Resten um, kleine, rote Fleischstückchen mischten sich mit dem Wasser, vor ihm schwamm ein Finger, es war ein Mittelfinger. „Igitt“ rief Natascha, „das sieht schlimmer aus als in Tartarei!“. Sie schloss ihren Kittel, Dr. Weichsel ordnete sein Hemd, fuhr sich mit den Fingern durch die verschweißten Haare und ging nach Hause zu seiner Familie.

Natascha zog ihren engen Schwesternkittel über ihren prallen, gestriegelten Tartarenhintern, rückte ihre Stutenbrüste unter dem Stoff zurecht und warf einen Blick in den Spiegel. „Hmmm…“ sie zählte an ihren schlanken, langen Fingern mit den weiß lackierten Fingernägeln ab „1, 2, 3, 4…ja 4 war Dr. Weichsel, aber es reicht mir einfach nicht. Wieso nur ist mir wie einer tartarischen Stute auf der unendlichen Taiga? Die Hitze des Krankenhauses, die grünen Kittel der Ärzte, das steigt mir zu Kopf. Ich brauche noch Einen. Aber die Schicht ist beendet, meine Schicht ist beendet.“ Sie war gerade dabei, ihre langen Haare wieder unter das Häubchen mit dem roten Kreuz zu stecken, als Dr. Schüttler hastig den Raum betrat. Im Spiegel sah Natascha ein gehetztes Gesicht, fahle Haut und eine große, schlaksige Figur, die sich unter dem befleckten Grün abzeichnete. „Was ist denn hier los!“ schrie Dr. Schüttler „was macht denn der Mittelfinger von der letzten OP auf dem Boden?“ Er bückte sich und warf ihn zurück in den Mülleimer „und dann dieses Wasser…oh!“ Er warf einen Blick auf Natascha, und als die ermüdeten Pupillen des Arztes in das klare Grün der Tartarin trafen, sah sie ein leichtes Leuchten, ein lebendiges Leuchten hinter der glasigen Schläfrigkeit. Ihm kam es vor, als ob sich ein Schleier in ihm befand, ein dicker Schleier, hinter dem aber jetzt Gedanken erschienen, die ihm aus ferner Vergangenheit, ja wie aus einem anderem Leben hervorkamen. Sein erschöpfter Körper fing an zu glühen wie das Nachtlämpchen der Oberarmfraktur von Station 1b, die er gerade mit Gaze und Salbe versorgt hatte. Sein Blick wanderte auf den prallen Ausschnitt, in dessen Mitte sich ein tiefer Spalt abzeichnete, und zu dessen Seiten festes, weiches Fleisch emporstieg. Spitze Bergzipfel bohrten sich ihren Weg durch den festen Stoff des Schwesternkittels. Ein Gefühl aus ferner Zeit eroberte sacht, ganz sacht, seine Blutbahn.

„Ach jeh, Fleisch“ erinnerte er sich da und zog seinen Blick in sich zurück, weg von Nataschas Brüsten hin zu dem Dekubitus von Station 3c, den er noch zu versorgen hatte. „Entschuldigen Sie, die Lungenentzündung von 3c!“ rief er noch und rannte aus der Tür.

„Oh, der Dr. Schüttler“ raunte Natascha und schaute in den Spiegel. Sie betrachtete wohlwollend, aber auch kritisch, ihre strahlend weißen Zähne und befeuchtete mit der Zunge ihre sinnlichen Lippen. „Herr Dr. Schüttler, oh, wie er sich um seine Patienten bemüht! So ein gutes Herz hat der Herr Dr. Und immer so abgeschafft, immer nur am Rennen. So ein guter Mensch. Er tut mir so leid, er sieht immer so traurig aus. Ich werde mich um ihn kümmern, ich werde alles tun, damit es ihm besser geht und wieder ein frohes Leuchten in seine schönen Augen tritt!“

Sie zog ihren kurzen Kittel fest nach unten, achtete darauf, dass ihr Fohlenfell und ihre tartarischen Bäckchen nicht zu sehen waren und wollte gerade Dr. Schüttler hinterher rennen, als der Samen Dr. Weichsels aus ihr herauszulaufen begann, als kleines Bächlein ihre braunen Beinen herunterlief und sich mit dem Berliner Grundwasser mischte. „Mist“ rief sie. „Der Samen Dr. Weichsels, meine Güte, ist das viel“ Sie wusste nicht, dass die südnamibischen Potenzmittel seiner Frau nicht nur der Steigerung der Manneslust dienten, sondern auch zuträglich für die namibische Kinderproduktion durch eine Verzehnfachung der männlichen Samen- und Spermienproduktion waren. Verwundert versuchte sie der Flut mit Papiertaschentüchern Herr zu werden, schob ihr Röckchen nach oben und das Papier zwischen die schönen Hügel der Taiga.

Sie war so mit sich beschäftigt, dass sie nicht bemerkte, wie Oberarzt Dr. Stemmler den Raum betrat, da er sich mit neuen Latexhandschuhen für die bevorstehende OP zu versorgen vorhatte. Oberarzt Dr. Stemmler war ein Schwein. Sein Ruf war berüchtigt-legendär. Er galt als einer der besten Knieoperateure der Stadt, war perfekt im Nähen mit Sehne und Faden, aber er galt auch als potenter Stier, der jedes weibliche Geschöpf zu stoßen gedachte, wenn es nun nicht gerade krank war, denn mit leidenden Patientinnen hatte er es nicht so.

Er schaute auf die Rolexuhr am linken Handgelenk, die er sich von der letzten Aktienausschüttung seiner gutverdienenden Gattin geleistet hatte, zu Recht, wie er fand, denn sie verdiente ihr Geld im Business leicht, während er hier rödeln musste wie blöd und außerdem hatte sie ja ein Kindermädchen für die 3 Kleinen, die er ihr gemacht hatte. Gut, er hatte noch 10 Minuten Zeit, das würde reichen. Er trat von hinten an Natascha heran, hielt ihren schönen Mund mit seiner rechten, behaarten Hand zu und steckte ihr die Finger seiner Linken in die strömende Glut. „Oh, Du geiles Luder, ich weiß Du willst es so“....

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